Aktuelles
Sommertagung 2013 - eine Zusammenfassung
Nach ihrer Begrüßung der Teilnehmer und Gäste sowie dem Verlesen der eingegangenen Grüße führte uns die Generalsekretärin Manuela Kaulich in die Aufgaben des weltweit wirkenden Theosophischen Dienstordens ein. Diese Organisation wurde 1908 von Annie Besant für Mitglieder und Freunde der TG gegründet, die sich in konkreten, humanitären Aktionen für unser 1. Ziel engagieren wollten: „einen Kern der allumfassenden Bruderschaft zu bilden“. Themen sind unserer Umwelt, Heilung, Weltfrieden, Gefängnisreformen, Tierschutz, theosophische - und Kindererziehung, Bedürftigkeit im Allgemeinen, Analphabetismus und Kinderwohlfahrt.
Um die schwer erkrankte stellvertretende Generalsekretärin sowie einige weitere Mitglieder Deutschland- und weltweit bei der Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte zu unterstützen und um gleich in die Praxis einzuführen, leitete die GS gleich anschließend eine Heilmeditation an.
In ihrem Einführungsvortrag zum Tagungsthema: „Theosophie – gestern, heute und morgen“ hat Martha Wilkens die Bedeutung der Theosophie oder der Göttlichen Weisheit in der Vergangenheit aufgezeigt: als esoterischem Kern in den alten Mysterienschulen und in allen Religionen. In der näheren Vergangenheit wurde Theosophie dann von H.P. Blavatsky bekannt gemacht. HPB machte Aussagen, die zu ihrer Zeit spektakulär waren, heute aber durch die Wissenschaft bestätigt werden. Die Göttliche Weisheit wird immer in einer der Zeit entsprechenden Form in Erscheinung treten und wirken. Folglich brauchen wir uns um die Theosophie von morgen keine Gedanken zu machen.
Im anschließenden Gespräch zum Thema sollte zum Ausdruck kommen, wie die Teilnehmer mit der Theosophie in Berührung gekommen sind, wie sie ihn beeinflusst und wie sich sein Verständnis von der Theosophie auf sein Umfeld auswirkt.
In seinem Vortrag „Schöpfungserkenntnisse für das 21. Jahrhundert“ gab uns der Physiker Michael Stemmer einen Überblick über die Quantentheorie, die Quantenheilung und die Theorie zum Urknall. Er brachte uns den Unterschied zwischen elektro-magnetischen Wellen und Skalarwellen nahe, während er über Nicola Tesla und freie Energien referierte. Außerdem sprach er zu uns über die Energieforschungen von Wilhelm Reich und gab einen Ausblick über die Heilige Geometrie. In einem weiteren Termin beantwortete und erörterte er anstehende Fragen der nicht unbedingt naturwissenschaftlich vorgebildeten Teilnehmer.
„Vom Wirklichen zum Unwirklichen“ Elisabeth Schmidt (Zusammenfassung folgt)
„Das Wirken der Engel auf der Erde“ Gabrièle Franklin (Zusammenfassung folgt)
„Die zwei Säulen der Theosophischen Gesellschaft“ Mary Anderson, England (Zusammenfassung folgt)
Am Abend entführte uns Richard Dvorak mit seinem Programm „Die innere Schönheit der Bewohner Adyars in Bildern“ in unser Weltzentrum nach Adyar. Es ist unglaublich, was er mit seiner Kamera eingefangen hat: vom Tautropfen auf einer wunderschönen Blüte, in dem sich der Fotograf spiegelt über fliegende Hunde, die sich gerade zum Schlaf einrollen bis hin zu den Teilnehmern an der Schule der Weisheit mit ihrem Professor Dr. Ravi Ravindra. Richard nahm uns mit zu den riesigen Banyan-Bäumen im Anwesen der TG und zu ihren kleinsten Bewohnern den Mücken. Er zeigte uns das Hauptgebäude, Leadbeater Chambers und Blavatsky’s Bungalow und nicht zuletzt porträtierte er unsere Präsidentin Radha Burnier und den neuen Vizepräsidenten Mahendra P. Singhal.
„Der große Atem … das EINE Leben (HPB)“ Markus Grimm (Zusammenfassung folgt)
Manfred Ehmer sprach zu uns über das Thema „Spirituell leben aus dem Geist der Stille“. Der Vortrag wurde mit einer Invokation an Atma eingeleitet. Im ersten Teil „Was bedeutet es, ein Theosoph zu sein?“ hat Manfred auf eine sehr subjektive, persönliche, zum Teil auch poetische Weise seine Auffassung von spiritueller Entwicklung und vom Sinn des Theosoph-Seins dargelegt. Er betonte dabei vor allem den Wert unmittelbarer religiöser Tiefen-Erfahrung. Im zweiten Teil, „Auf die Stimme der Stille hören“, kam er auf die Stille zu sprechen, die er als eine eigenständige Kraft und als etwas Real-Anwesendes begreift. In „Die drei Körper der Verklärung“ ging es, in enger Anlehnung an HPBs Werk „Die Stimme der Stille“, um jene Lichtkörper, die wir uns im Rahmen einer zukünftigen spirituellen Entwicklung noch erbauen werden. Mit einer machtvollen Invokation an Christian Rosencreutz endete sein Vortrag.
Cornelia Miskiewicz nannte die Vorstellung ihrer „Pilgerreise nach England“ eine Plauderei, weil sie theosophische und spirituelle Erlebnisse „nur“ begeistert erzählte und dabei hoffte, ihre Zuhörer zu eigener Vertiefung und Pilgerreise anzuregen. Eine solche Reise unternimmt man, wenn man glaubt, an bestimmten Orten die Erfahrung einer besonderen Nähe zum Göttlichen machen zu können. Nach der Schilderung einiger Erfahrungen ihrer Jugend in der Theosophischen Gesellschaft (z.B. Jungtheosophencamp in Camberley, Meisterbriefe im British Museum, Begegnungen mit John Coats und Rukmini Devi) waren ihr beim gegenwärtigen Pilgern in England 3 Erfahrungen besonders wichtig: Das Erleben des zauberhaften Jugendstilkunstwerkes „Watts Chapel“, das wie ein Eintritt ins Paradies auf sie wirkte, Begegnungen, die im Zusammenhang standen mit der in England ungebrochenen Linie der schamanisch-keltischen, druidischen Linie und ihre Wiederkehr in den von Wellesley Tudor Pole gegründeten Garten um Chalice Well, der uralten Heilquelle in Glastonbury, dem alten Avalon, das von vielen Esoterikern als das Herzchakra der Erde angesehen wird.
Einen weiteren Höhepunkt unserer Sommertagung stellte das Klangkonzert mit Hildegard und Klaus Röder dar. Unter dem Titel „die sieben Schleier“ stelle man sich die mündliche Beschreibung jeden Schleiers vor, gefolgt von einer Interpretation mit Gong, Glaspyramide und Zimbel und abschließend einem Gitarrenstück. Das Konzert wurde von Richard Dvorak gefilmt und aufgenommen. Es kann auf unserer Webseite www.theosophie-adyar.de unter Fotogalerie Sommertagung 2013 abgerufen werden.
In seinem Vortrag „Wertschätzung und Dankbarkeit“ beschrieb Klaus Röder, dass Wertschätzung für ihn bedeute, alles mit anderen Augen zu sehen. Er könnte eine überfüllte Straße entlang gehen mit allem Möglichen, was andere Menschen beunruhigen würde, und hätte keinen Zugang dazu, weil die Schwingung seiner Wertschätzung für ihn Dinge einer anderen Natur auswählt. Dankbarkeit empfinde er bei einem überwundenen Problem, aber es bleibt da noch etwas von einer "Kampfschwingung" zurück. Ein besseres Umfeld entsteht, wenn er sich auf das Beste konzentriere, was der Ort, an dem er sich gerade befinde, zu bieten hat. Diese schwingungsmäßigen Denkmuster lasse er durchtränken von Wertschätzungen. Die Schwingungen Wertschätzung und Liebe sind identische Übereinstimmungen mit "Dem-der du bist". In der Leuchte Asiens heißt es: „Wir leiden durch uns. Niemand anderes zwingt uns, und wenn du das Schicksalsrad der Betrachtung drehst, umarmst und küsst, spricht es von Leid. Aber die Wahrheit liegt in uns, wir schreiben im einzelnen selbst unsere Geschichte.“ Wir brauchen also viel Weisheit und Erleuchtung für die Gestaltung unserer Wege. Ethische Konsequenzen sind entscheidend für die Wertschätzung in Liebe: das Flüstern des Buddhi zum Manas - lassen wir uns leiten durch die Intuition. Liebe, Wert- und Mitgefühl sowie Dankbarkeit sind gewaltige kosmische Bewusstseinsformen der Einheit, der Natur oder des Ebenbildes Gottes.
In seinem Vortrag „Der Duft des Herzens“ berichtete Peter Meyer-Dohm über seine langjährige persönliche Verbindung mit dem Dadaji genannten indischen Weisen Amiya Roy Chowdhury (1910-1992) und über seine eigenen Erfahrungen mit Dadajis Botschaft: Gott allein ist der Guru und die höchste Religion ist die Liebe (prema dharma). Der wahre Yoga ist unser tägliches Leben, wenn uns der im Göttlichen Namen (Mahanam) pulsierende Atem durchströmt und wir uns ganz Seinem Willen anheimgeben. Alles vom Ich getragene Suchen und Streben muss Ihn verfehlen. Wir haben uns den Pflichten des Tages zu stellen, dabei aber ständig uns Seiner zu erinnern. (Peter Meyer-Dohm hat seine Erfahrungen und Erkenntnisse ausführlich in dem Buche „The Fragrance of the Heart“ beschrieben, das ebenso wie die deutsche Übersetzung (Der Duft des Herzens) kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.)
„Die Stimme der Stille und ihr Bezug zum Wassermannzeitalter“ Jelena (Zusammenfassung folgt)
Am Sonntagabend wurde mit der Feier des Weißen Lotustages dem Todestag von Helena Petrowna Blavatsky, der Gründerin unserer Theosophischen Gesellschaft gedacht. Es wurde ihrem Wunsch gemäß aus verschiedenen Werken der Weltreligionen gelesen (aus dem Johannesevangelium im neuen Testament, der Bhagavad Gita und einem buddhistischen Buch) sowie aus der „Leuchte Asiens“ von Sir Edwin Arnold und ihrem eigenen Werk „der Stimme der Stille“.
Mit ihrem Vortrag „Der Garten der Theosophie“ beschloss Mary Anderson die Vortragsreihe unserer Tagung. (Zusammenfassung folgt)
Manuela Kaulich dankte den Teilnehmern in ihrem Schlusswort für das wunderbare Treffen mit den vielen ausgezeichneten Vorträgen und Beiträgen. Die Sommertagung spiegelte für sie den derzeitigen Zustand der Theosophischen Gesellschaft Adyar in Deutschland e.V. wider. In völliger Harmonie und Freundschaft, getragen vom Geist der Tagung, hätten alle einen Beitrag zur universellen Bruderschaft, dem ersten Ziel unserer Gesellschaft geleistet. Die Tagung wurde mit einer gemeinsamen Meditation beschlossen, im Andenken an diejenigen Mitglieder, die nicht an der Tagung haben teilnehmen können.
MK.
Neueste Nachrichten


